
Die Erde ist rund - und das ist ein Problem. Zumindest für die Kartographen, wenn sie die Kugelform der Erde auf die Ebene und das Rechteck einer Weltkarte übertragen müssen. Nach welchem Verfahren man es auch versucht, irgendeine Form der Verzerrung ergibt sich immer. Über Jahrhunderte entschied man sich für die winkelgetreue Mercator-Projektion - nur so waren die Erdkarten für Navigation brauchbar. Allerdings wurden dadurch die Flächenverhältnisse der Kontinente verzerrt: Die Länder des Nordens erschienen weit größer als sie tatsächlich sind. Gegen dieses falsche Weltbild trat 1973 der Bremer Historiker Prof. Dr. Arno Peters an. Seine flächengetreue Weltkarte hat das Weltbild vieler Menschen verändert.
(Leicht geänderter Text aus:
Eine Welt, Magazin aus Mission und Ökumene, Nr.1 Februar 1996, S.17)
Hier eine Gegenüberstellung | |
Die Mercator-Karte von 1569 prägt unser Weltbild bis heute. Sie war ideal für die frühen Seefahrer, verzerrt aber die Größenverhältnisse.
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Die Peters-Projektion stellt die Größenverhältnisse richtig dar. Dafür nimmt sie eine Formverzerrung in der Äquatorregion in Kauf.
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Skandinavien (1,1 Mio. qkm) wirkt auf der Mercator-Karte dreimal so groß wie Indien (3,3 Mio. qkm), obwohl es nur ein Drittel der Fläche hat.
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Mercator-Karte: Europa (9,7 Mio. qkm) wirkt größer als das fast doppelt so große Südamerika (17,8 Mio qkm).
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